Donnerstag, Juni 25, 2009

Das Gnadenkreuz von Heroldsbach

Das Gnadenkreuz von Heroldsbach

Die Seherkinder von Heroldsbach (1949?)

Die Seherkinder von Heroldsbach

Das Sonnenwunder von Heroldsbach vom 8.12.1949

Das Sonnenwunder von Heroldsbach am 8.12.1949

Laut Andreas Schlötzer, Forchheim, der ab dem 13. Oktober 1949 mit noch einigen Freunden die Seherkinder täglich betreut hat und am Erscheinungsort die Aussagen der Kinder bis August 1951 aufgenommen hat, ereignete sich nach seinem Originalbericht der Höhepunkt des von ihm persönlich erlebten grandiosen Sonnenwunders vom 8. Dezember 1949 um 15 Uhr 23 und konnte bis 15 Uhr 40 von etwa 10000 Personen beobachtet werden.

Mittwoch, Mai 06, 2009

Der selige Liborius Wagner

Liborius Wagner wurde 1593 als Sohn der Schneidermeisterseheleute Paul und Sybille Wagner in Mühlhausen/Thüringen geboren und in der dortigen evangelisch-lutherischen Pfarrkirche getauft. Er besuchte die Lateinschule seiner Vaterstadt und danach das Gymnasium in Gotha. 1617 erwarb er an der Universität Straßburg den Titel eines Magisters. 1621 ging er nach Würzburg. Dort trat er zur katholischen Kirche über, studierte Theologie und bereitete sich im von Jesuiten geleiteten Seminar St. Kilian auf den Priesterberuf vor. Am Karsamstag 1625 wurde er in Würzburg geweiht.
Seine erste Stelle war die eines Kaplans in Hardheim, das damals zum Bistum Würzburg gehörte. 1625 übernahm er die Pfarrei Altenmünster mit dem Filialort Sulzdorf. Die Seelsorge dort war schwierig. Im Pfarrort selbst waren nur noch wenige Familien katholisch geblieben, die Bevölkerung von Sulzdorf ganz. Er aber war als Seelsorger für alle, auch für die Protestanten, eingesetzt und er setzte sich für sie ein.

Sein Martyrium

In Deutschland tobte damals der "Dreißigjährige Krieg". Die Schweden drangen 1631 rasch in das Bistum Würzburg vor. Der Dorfherr von Altenmünster befehligte eine von deutschen Söldnern gebildete Kompanie. Er war dem katholischen Pfarrer schon vorher nicht gut gesinnt; jetzt glaubte er ihn ganz in der Hand zu haben. Liborius Wagner war seines Lebens nicht mehr sicher, seine Seelsorgetätigkeit lahmgelegt. Er musste fliehen, verbarg sich aber in dem nahegelegenen Reichmannshausen. Von dort versuchte er vergeblich mit seiner Pfarrei in Verbindung zu treten. In den ersten Dezembertagen wurde er verhaftet, halbnackt auf ein Pferd gebunden, nach Schonungen und Mainberg geschleift und dort fünf Tage mit rohesten Praktiken des damaligen Kriegshandwerks von in schwedischem Sold stehenden deutschen Soldaten unsagbar gequält. Kaum wiederzugebende Einzelheiten des Martyriums sind von Augenzeugen zu Protokoll gegeben worden. Hatte man zunächst mit diesen Quälereien auf die Herausgabe seiner wenigen Habseligkeiten gedrungen, so verlangte man jetzt den Widerruf seines Glaubens. Er blieb unter all den Qualen standhaft und rief nach glaubhaftem Bericht immer wieder aus: "Ich lebe, leide und sterbe päpstlich-katholisch." Schließlich wurde sein zermarterter Körper auf den Mainwiesen zwischen Mainberg und Schonungen durch einen Degenstoß getötet. Liborius Wagner starb als Martyrer der Glaubens- und Gewissensfreiheit.
Den zur Unkenntlichkeit verunstalteten und geschundenen Leichnam warfen die Peiniger in den Main. 1632 zogen ihn Fischer aus dem Fluss und bestatteten ihn aus Furcht heimlich an Ort und Stelle. Nach Abzug der Schweden wurde er 1634 in die Schlosskapelle zu Mainberg überführt und 1637 in der Kirche des Augustiner-Chorherren-Stiftes Heidenfeld beigesetzt. Die vom Prior bei dieser Feier gehaltene Predigt ist noch erhalten. Nach Aufhebung des Stiftes und Abbruch der Kirche fanden 1805 die Geb3eine ihre Ruhestätte in der Dorfkirche Heidenfeld.
1931 wurde der Seligsprechungsprozess röffnet. Die Seligsprechungsfeier in der Peterskirche zu Rom wurde durch Papst Paul VI. auf den 24. März 1974 festgesetzt.

Seine Bedeutung

Liborius Wagner hat unter schwersten Bedingungen seinen Glauben öffentlich bekannt und dafür unter schrecklichen Qualen sein Leben geopfert. Er war tief ergriffen von der Wahrheit seines Glaubens und hielt an seiner Gewissensentscheidung fest.
Liborius Wagner hat durch seinen priesterlichen Dienst die Reform der katholischen Kirche, die durch die Reformation veranlasst und mit dem Konzil von Trient eingeleitet war, zu verwirklichen versucht. Und er suchte als Gelehrter und doch einfacher Pfarrer in der Dorfseelsorge die Grundlagen der Kirche aus dem Geist des Konzils zu erneuern.
Liborius Wagner wollte dem Papst bis in den Tod treu bleiben. Es scheint ihm also die Entscheidung für das Petrusamt ein Gewissensanliegen gewesen zu sein. Nicht etwa weil er ein oberstes Koordinierungsamt in der Kirche für nützlich hielt, wollte er "päpstlich leiden und sterben". Er hat vielmehr durch sein Sterben das Leitungsamt des Papstes als Wesenselement seines Glaubens verteidigt.
Liborius Wagner hat "die Spannung zwischen unten und oben durchgestanden, ja förmlich durchgelitten, aber er hat sie nicht umgangen".
Liborius Wagner hat sich auch für die protestantischen Mitglieder seiner Gemeinde eingesetzt und ist in einer Zeit des Krieges zwischen den Konfessionen zum Zeugnis christlicher Zusammenarbeit zwischen den Kirchen in Deutschland geworden.
Liborius Wagner war Dorfpfarrer und Seelsorger, der sich gewissenhaft plagte und doch das Kreuz des Misserfolgs tragen musste. Sein Verantwortungsbewusstsein hinderte ihn, sich in der Gefahr abzusetzen und in Sicherheit zu bringen. Von seiner Gemeinde gewaltsam getrennt, sehnte er sich nach ihr zurück. Die Versuche, Verbindung mit ihr wieder aufzunehmen, führten zu seinem gewaltsamen Tod.
Liborius Wagner ist heute noch einer religiös und kirchlich verunsicherten Zeit ein großes Zeichen. Durch seine Seligsprechung wird es weithin sichtbar gemacht.
Dr. Johannes Meisenzahl

Donnerstag, März 19, 2009

Gnadenbild U.L. Frau, genannt Schuttermutter

Unsere Liebe Frau genannt Schuttermutter, IngolstadtAn der Stelle der jetzigen (unteren) Franziskanerkirche stand einstens eine Judensynagoge. Dieselbe wurde 1390 in eine Marienkapelle verwandelt und von Herzog Stephan 1397 eine hl. Messenstiftung dahin verlegt. In der Kapelle wurde ein Marienbild unter dem Namen "Schuttermutter" verehrt, von dem die Sage berichtet, die Juden hätten aus Verdruss wegen ihrer 1348 stattgehabten Vertreibung aus Ingolstadt das Bild aus der Kapelle gestohlen, ihm den Kopf abgesägt und es am Gestade der Donau, ober Ingolstadt, versteckt; es sei aber mit abgesägtem Kopfe auf der Donau herab in die Schutter hineingeschwommen und habe sich an die Marienkapelle angelehnt. Seitdem gilt das Bild als Mirakelbild. Herzog Max I.berief 1599 an die Kapelle die Augustiner-Eremiten, die sich neben dieser 1606 ein Kloster bauten. Zu der jetzigen Kirche wurde 1739 der Grundstein gelegt und in diese am 9. Oktober 1740 das Gnadenbild aus der alten Kapelle übertragen. An die Stelle der Augustiner traten 1804 die Franziskaner, welche Kloster und Kirche noch innehaben.

Gebet. O Maria, die Du ohne Makel in die Welt eingetreten bist, ach, erlange mir von Gott, dass ich ohne Schuld aus ihr scheiden möge. (Ablass von 100 Tagen einmal im Tage.)

Mit Genehmigung des Hochwürdigsten Bischöflichen General-Vicariats Eichstädt.
Carl Poellath, Schrobenhausen, Bayern

Mittwoch, März 18, 2009

Altes Gebet zu unserer lieben Frau von Ettal

Unsere Liebe Frau von EttalO gütigste Jungfrau Maria, schönste Lilie unseres Tales, die Du aus Deinem anmutsvollen Antlitz in Deinem wunderschönen Bilde Deine engelreine Unschuld, Demut und Liebe zu erkennen gibst, wodurch Du aller Herzen an Dich ziehest und zu Deiner Nachfolge erweckest, die Dich sehen und verehren: Ich bitte Dich, holde Mutter, dass Du mich wie alle, die sich unter Deinen Schutz begeben, in Deinem Schoß aufnehmen, beim Scheiden aus diesem Tränentale mir beistehen und in die ewigen Wohnungen des Himmels mich einführen wollest, damit ich dort Jesus, Deinen göttlichen Sohn, ewig sehen, lieben und loben könne. Amen.

(Mit Erzb. Druckerlaubnis)

Dienstag, März 17, 2009

Unsere Liebe Frau von Eldern

Unsere Liebe Frau von EldernIn einem Erlenwald nächst Ottobeuren fand 1466 eine kranke Frau ein Muttergottesbild und Heilung von ihrer Krankheit. Daraufhin suchten und fanden auch andere Hilfe in ihren Anliegen. Es entstand eine Wallfahrt mit einer 1487 konsekrierten Kirche. Der Bischof von Augsburg und der Legat des Papstes verliehen 1492 den Besuchern der Wallfahrt Ablässe. 1506 war ein eigener Wallfahrtspriester nötig für die vielen Pilger. 1678 entstand eine Bruderschaft zur Anbetung des Herrn im Hl. Sakrament der Eucharistie mit Mitgliedern bis aus dem Schwarzwald und der Schweiz. 1695 wurde wegen der vielen Pilger vom Reichsstift Ottobeuren ein Wallfahrtskloster errichtet, 1710 eine neue Wallfahrskirche mit 8 Altären geweiht. 1763 empfingen dort über 24000 Pilger die Hl. Kommunion.
Mit Aufhebung der Klöster fand auch die Wallfahrt am 12.12.1803 ein gewaltsames Ende. 1806 wurden Kirche und Kloster in Eldern abgebrochen. Das Vertrauen des Volkes zu U.L.Frau von Eldern konnte nicht erlöschen. Nach Wiedererrichtung des Klosters Ottobeuren wird seit 1841 die Gottesmutter von Eldern in der östlichen Seitenkapelle der Klosterkirche verehrt, die wegen des dort verwahrten Gnadenbildes 1926 von Papst Pius XI. zur päpstlichen Basilika erhoben wurde. Seit 500 Jahren betet das gläubige Volk zu U.L.Frau von Eldern:
DU ARCHE DES BUNDES - BITTE FÜR UNS!

Mit kirchlicher Druckerlaubnis