Mittwoch, Mai 21, 2008

Maria - Schutzfrau und Königin Bayerns - Patrona Bavariae

Patrona BavariaeIm Jahre 1615/16 ließ der Herzog und spätere Kurfürst Maximilian I. an der Außenfassade seiner Residenz in München als "Herzstück" die prächtige, überlebensgroße Marienstatue - in der Rechten das Jesuskind, in der Linken das Zepter, den Mond zu ihren Füßen - anbringen. Er weihte sich, sein Volk und Land für immer und ewig der himmlischen Mutter.
Während der schweren Zeit des dreißigjährigen Krieges (1618-1648) ließ Maximilian in München die Mariensäule zum Dank für die Rettung und Bewahrung der Städte München und Landshut vor der Zerstörung durch die protestantischen Schweden errichten und wiederholte die Weihe an Maria.
Dreihundert Jahre später, während des ersten Weltkrieges, fand diese Weihe ihre Vollendung. Am 26. April 1916 erhob auf Bitten des letzten Bayernkönigs der Papst ausdrücklich Maria zur HAUPTPATRONIN des ganzen Königreiches BAYERN. König Ludwig III. vertraute seine Krone der Himmelskönigin an, damit SIE die Herrschaft über das Bayernvolk antrete und über alle Generationen fortführe!
Wer zu Maria steht, steht zu ihrem göttlichen Sohn! Wer Maria zur Mutter hat, hat Gott zum Vater! Auch der hl. Damascenus mahnt uns: "Ein Volk oder Reich, das der Mutter Gottes nicht dient, wird untergehen, weil es, beraubt der Hilfe einer solchen Mutter, auch keine Hilfe bei ihrem Sohne findet."
Der Gotteshasser Lenin soll gesagt haben, an der Mariensäule in München werde sich das Schicksal Europas entscheiden! Wer München hat, der hat Europa!
Dienen wir also uneingeschränkt unserer Himmelskönigin und bitten wir in allen Anliegen unsere Patronin, unsere Königin, privat und öffentlich! Verehren wir innig die Muttergottes, die Patrona Bavariae, in unseren Familien!

Zum Bild: Aquarell von Coletti, 1916, urheberrechtlich geschützt!
Verlag A. Schmid; Credo Pro Fide Catholica; Pf. 22; D-87467 Durach. Tel./Fax: 0831/21895

Mittwoch, April 02, 2008

Das Herz-Jesu-Schild

Was ist das Herz-Jesu-Schild? Es ist ein zierlich gearbeitetes Medaillon von cirka 13 cm Durchmesser, auf welchem in emailleartigem Farbenschmuck das Brustbild des heiligsten Herzens Jesu nach einem Gemälde der bekannten Malerin Freiin A. M. von Oer dargestellt ist. Rechts und links davon der Anfangs- und Schluss-Buchstabe des griechischen Alphabetes: Alpha und Omega, welches bedeutet: "Anfang und Ende". Im innern Rande des Medaillons stehen die Worte: "Ich werde die Häuser segnen, wo das Bildnis meines Herzens aufgestellt und verehrt wird." Der äußere Rand weitet sich in vier Kreuzarme aus, von denen der obere das Namenszeichen des Erlösers: "I.H.S." und die drei andern die Worte: "Ehre", "Liebe", "Sühne" in goldenen Lettern auf rotem Grunde tragen. Das Medaillon ist aus steifer Pappe ausgestanzt, lackiert und mit einer Metall-Öse zum Befestigen an die Wand versehen, die Zeichnung in erhabener Präung.
Wozu soll das Herz-Jesu-Schild dienen? Es soll oberhalb der Haus- oder Zimmertüre, beziehungsweise auf derselben angebracht werden, um alle Eintretenden zu mahnen, dass die Bewohner dieser Räume sich dem göttlichen Herzen Jesu geweiht haben und es als ihren sichersten Schutz und Schirm verehren und anerkennen. (Sehr sinnreich und schön wirkt das Schildchen auch in den Zimmern oberhalb des Weihwasserkessels.)
Dieses Bildchen soll an der Schwelle der Wohnung ein mächtiger Wachtposten sein, der allen Feinden des Heiles den Eingang wehrt, gemäß der Versicherung des göttlichen Heilandes an die selige Margaretha: "Ich werde die Häuser segnen, in denen das Bild meines heiligsten Herzens aufgestellt und verehrt wird." Jeder fromme Verehrer des göttlichens Herzens soll und will damit feierlich bekunden, dass er sich und sein ganzes Haus miteingeschlossen wissen will in jene großartige Huldigung an den göttlichen Heiland, welche unser hl. Vater Leo XIII. dadurch kundgegeben hat, dass er zu Beginn des neuen Jahrhunderts alle Völker der Erde dem heiligsten Herzen Jesu weihte.
Diese neue schöne Art und Weise, das heiligste Herz Jesu zu verehren, ist schnell populär geworden - und mit Recht, denn sie paßt ganz für unsere Zeit. Man darf in unsern Tagen der Lauheit, ja des Abfalles, sich nicht damit begnügen, in einem verborgennen Zimmerwinkel ein Heiligenbild, oder im Schlafgemach über dem Bett ein möglichst unscheinbares Kruzifix als Zeichen des Christentums zu besitzen, sondern muss bereit, sein, den Glauben auch öffentlich zu bekennen. Das Anbringen des Herz-Jesu-Schildes an der Haus- oder Zimmertüre ist gewiss ein Glaubensbekenntnis, das für niemand zweiflehaft ist.
Zudem ist das Herz Jesu-Schild für die Hausbewohner selbst eine beständige Mahnung zum christlichen Leben und ein leichtes Mittel, während des Tages hie und da die Gedanken zu Gott zu erheben. "Herz Jesu, Dir zu lieb!" wenn Gott ein Leid schickt, oder: "Herz Jesu, alles zu Deiner Ehr!" wenn die Arbeit schwer wird, oder: "Jesus sanftmütig und demütig von Herzen, mache mien Herz gleich Dienem Herzen!" wenn der Zorn aufwallt. - Was ist schneller und leichter gesagt oder gedacht als das und doch ist es ein Gruß, der vom göttlichen Herzen mit Segen und reicher Gnade beantwortet wird.
Wäre es nicht eine neue herrliche Ehrung des göttlichen Herzens, ein neues erfreuliches Zeichen der Liebe zu Ihm und ein neuer fortgesetzter Akt der Sühne, wenn dieses Herz-Jesu-Schildchen den Eingang jedes katholischen Hauses, jeder christlichen Wohnugn schmückte, gleichsam als Gelöbnis der Bewohner, dass sie in treuer Verehrung des göttlichen Herzens Christus als ihrem Herrn und König, als ihrem Retter und Beschützer, als ihrem Berater und Tröster angehören wollen?
Am 25. Juni 1900 erteilte der hl. Vater seinen Segen allen denen, welche ein Herz-Jesu-Schild in ihren Wohnungen anbringen und diese Verehrung auch bei andern empfehlen und verbreiten.

(Auszug aus dem "Sendbote des göttlichen Herzens Jesu" Juni und November-Heft 1900 und aus dem Monatsheft zu Ehren U.L. Frau vom hlgst. Herzen Jesu, Mai 1901)
Mit kirchlicher Genehmigung. Druck und Verlag von B. Kühlen, Apostol. Verleger, M.Gladbach (Rheinpreußen)

Montag, März 17, 2008

Pfarrer Franz Landvogt - "Er lebte aus der Liebe"

Diese Überschrift des ersten Nachrufes im Kirchenblatt der Diözese kennzeichnet treffend die Eigenart des "Heiligen Pfarrers von Mainz", wie Pfarrer Landvogt schon vor seinem Tode genannt wurde. Dieser Ruf der Heiligkeit wurde einstimmig von Priestern und Volk ausgesprochen. Als seine sterbliche Hülle in einer Seitenkapelle des Domes aufgebahrt war, kamen die Gläubigen von morgens bis abends, um nicht so sehrf ür ihn, als zu ihm zu beten. Seit dem Tage seines Begräbnisses in der Peterskirche wächst stetig die Zahl der Besucher an seinem Grabe. Eine Reihe Gebetserhörungen wurde schon gemeldet.
Worin lag das Geheimnis dieses Mannes, der so schlicht und unauffällig durch die Straßen ging und dessen äußerer Lebenslauf so einfach war? Als zweites von sieben Kindern in Rockenberg/Oberhessen geboren, machte der begabte Junge 1908 als bester seine Reifeprüfung am Gymnasium in Mainz und wurde 1912 zum Priester geweiht. Nach einigen Kaplansjahren wurde er 1920 Pfarrer am Städt. Krankenhaus in Mainz und 1928 in St. Christoph. Das Geheimnis dieses Lebens liegt in den Worten der Überschrift: "Er lebte aus der Liebe".
Pfarrer Landvogt kannte nur eines, die Sorge für die Seelen. Eines kannte er nicht: sich selbst. Seine Lieblinge waren die Armen, Ausgebombten und die Jugend. Seine ganze Seelsorge war auf das Persönliche eingestellt.
Dabei litt er sein Leben lang an Asthma und verbrachte die Nächte sitzend im Sessel. Zweimal wurde er vollständig ausgebombt. Kirche, Pfarrhaus und die ganze Pfarei waren zerstört. 1945 wurde er Pfarrer von drei fast ganz ausgebombten Pfarreien und arbeitete buchstäblich auf Trümmern. Im Jahre 1951 waren seine Kräfte so verbraucht, dass er nur noch einige kleine Seelsorgsarbeiten übernehmen konnte.
Die Quelle seiner Liebe war das hl. Meßopfer. Dr. G. charakterisiert ihn also: "Er war ein stiller Mann in einer unruhigen und lauten Zeit, ein lauterer Mann in einer verwirrten Zeit, ein einfacher Mann in einer komplizierten Zeit und ein Mann der Abtötung in einer nach Genuss süchtigen Zeit. Was ihm sein Bischof bei der Weihe zugerufen hatte: "Ahme nach, was du tust!", das hat er in beispielhafter Weise erfüllt. - Er war "Sacerdos et victima" - "Priester und Opfer zugleich". Es würde mich nicht wundern, wenn an seinem Grabe einmal Wunder geschehen."
Abschließend die Worte, die Bishcof Dr. Albert Stohr am Christkönigsfest 1953 im Dom über Pfarrer Landvogt sagte:
"Sein Leben war der gelebte Christkönigsgedanke, das Volk spricht von ihm wie von einem Heiligen." All das Gesagte ist zusammengefaßt in seiner Grabinschrift:
"GOTT IST DIE LIEBE" - "HIRTE DER SEELEN" - "VATER DER ARMEN"


GEBET

(zum Privatgebrauch, auch für 9gätige Andachten)

Guter Pfarrer Landvogt, du Hirte der Seelen und Vater der Armen! Für jede geistige und leibliche Not hattest du einen offenen Blick und eine helfende Hand. Darum wende ich mich voll Vertrauen zu dir in meinem Anliegen...
Göttlicher Heiland Jesus Christus, gewähre mir auf die Fürbitte von Pfarrer Landvogt, der Dir ein Leben lang in vorbildlicher Treue gedient hat, die Gnade, um die ich bitte, damit offenbar wird, wie sehr Gott im Himmel den verherrlicht, der Dich auf Erden verherrlicht hat.
Unbeflecktes Herz Mariä, unterstütze meine Bitte bei deinem göttlichen Sohne. Amen.

Mit kirchlicher Druckerlaubnis - Das Bischöfliche Ordinariat - gez. Kastell, Generalvikar Mainz, den 1. Mai 1954
Die auf die Fürbitte des Dieners Gottes erfolgten Gebetserhörungen und Gnadenerweise berichte man an P. Anselm, Pfarrer von St. Peter, Meinz, Karmeliterplatz.

Freitag, Dezember 28, 2007

Grusskarte von 1902 aus Altötting


Grusskarte von 1910 vom Käppele - Würzburg




Grusskarte von 1899 aus Nonnenwerth


Dienstag, November 27, 2007